Panoramagipfel über dem Bodensee

Pfänder Bodensee
Pfänder Bodensee

Der 1064 Meter hohe Pfänder ist der bekannteste Aussichtsberg über dem Bodensee. Schon von weitem ist der 94 Meter hohe Sendeturm auf dem Pfänder sichtbar und markiert den höchsten Punkt. Bei schönem Wetter genießt man den Blick über drei Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) von den Allgäuer Alpen über den Bregenzer Wald, die Silvretta und das Rätikon hinüber zum Alpstein und weiter zu den Ausläufern des Schwarzwalds im Westen. Und tief unten glitzert, je nach Tageszeit in blau oder Rottönen, der Bodensee. Schiffe ziehen wie Spielzeugboote Ihre Spuren über den See.

Den Pfändergipfel erreichen Sie entweder mit der Pfänderseilbahn, die ganzjährig in Betrieb ist, oder zu Fuß, auf einem der zahlreichen Wanderwege. An der Talstation der Pfänderbahn finden Sie einen Parkplatz, der leider etwas klein geraten ist. Doch in den zahlreichen Seitenstraßen finden sich noch einige Parkplätze (kostenpflichtig).

Oben am Gipfel des Pfänder genießen Sie den herrlichen Panoramablick.

Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich ein Alpenwildpark (kostenlos). Für den Rundgang durch den Alpenwildpark benötigt man etwa eine halbe Stunde. Nicht nur die Kinder freuen sich an Zwergziegen, Steinböcken, Hängebauchschweinen und Murmeltieren.

Auf dem Rundweg kommt man an der Adlerwarte vorbei. Von Mai bis Oktober gibt es 40-minütige Vorstellungen (5,00 Euro, Kinder 2,50 Euro / Stand 2009). Die Greifvögel stammen nicht aus der freien Wildbahn, sondern aus Nachzuchten. Ziel der Adlerwarte ist es, den Besuchern wissenswertes über die Greifvögel zu vermitteln.

Rund um den Pfänder gibt es zahlreiche, gut markierte Wanderwege. Ein sehr schöner Weg führt hinab zum Gebhardsberg (Hohenbregenz) – eine schroffe Felsnase am östlichen Ausläufer des Pfänders. Die Entstehung der Burg Hohenbregenz geht in der Literatur auf das 11. Jahrhundert durch die Grafen von Bregenz zurück. Die Burg ist geprägt von zahlreichen Umbauten und Erweiterungen. Vom 14. bis 16. Jahrhundert wurde, als Folge des zunehmenden Einsatzes von Feuerwaffen, eine fortifikatorische Verstärkung vorgenommen. Der ursprüngliche Zugang, der sich auf der Bergseite befand, wurde zur Seeseite verlegt.

Pfänder Bodensee
Pfänder Bodensee

Im Zuge der Eroberung von Bregenz durch die Schweden wird 1647 Hohenbregenz kampflos an die Schweden übergeben. Beim Abzug der Schweden wird die Festung gesprengt.

1723 wird eine Kapelle dem heiligen Georg und Gebhard geweiht die später vergrößert wird, 1791 jedoch durch Brand zerstört wird. Ein Neubau erfolgt noch im selben Jahr der später zu einer Wallfahrtskirche ausgebaut wird. 1964 lässt die Stadt Bregenz in die Ruinen ein Restaurant mit drei Geschossen einbauen.

Für den Abstieg zum Gebhardsberg muss man etwa 1,5h rechnen. Von dort kann man entweder hinunter nach Bregenz und zur Talstation der Seilbahn wandern, oder wieder hinauf zum Pfändergipfel (ca. 2,5h für den Aufstieg).

Weiterführende Informationen:

www.pfaenderbahn.at

www.pfaender.at