Aktuelles zu den Tobeln am Bodensee

Am Überlinger See gibt es spektakuläre Tobellandschaften. Einige sehr schöne Wege führ(t)en durch die Tobel hinab zum Bodenseeufer. Besonders beliebt war die Marienschlucht zwischen Bodman und Wallhausen. Sogar ein regelmäßiger Schiffsverkehr war hier eingerichtet.

Marienschlucht

Im Juni 2015 gab es zwei Erdrutsche am südlichen Ufer des Überlinger Sees. Der eine Erdrutsch, in der Marienschlucht, führte zu einem tödlichen Unfall. Der zweite Erdrutsch, am Seeuferweg zwischen Bodman und Wallhausen, zerstörte einen großen Teil des Weges. Seitdem sind der Seeuferweg und die Marienschlucht gesperrt.

Verängstigt durch diese Erdrutsche, wurden in der Folge auch das Spetzgarter Tobel (bei Überlingen) und das Hödinger Tobel (bei Hödingen) gesperrt. Auch im Aachtobel (bei Hohenbodman) und auch im Spetzgarter Tobel gab es dann einen Erdrutsch der zur Sperrung der beliebten Tobelwege führte.

Da die Tobel als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, ist ein massiver Wegebau nicht möglich. Im Spetzgarter Tobel konnten die Erdmassen so weit beseitigt werden, dass der Weg wieder begehbar gemacht und der Tobelweg freigegeben wurde.

Wie sieht es heute aus?

Das Spetzgarter Tobel ist wie oben beschrieben wieder frei begehbar. Das Hödinger Tobel bleibt bis auf weiteres gesperrt. Hier ist unklar, wie man mit verträglichen Mitteln den Weg neu gestalten könnte. Ob die Marienschlucht jemals wieder begehbar gemacht wird, ist sehr fraglich. Auf jeden Fall wird es noch Jahre dauern, bis Finanzierungs- und Haftungsfragen geklärt sind. Auch der Uferweg zwischen Bodman und Wallhausen wird weiterhin gesperrt bleiben, da an mehreren Stellen weiterhin Gefahr durch herabstürzende Bäume besteht. Das Aachtobel wird voraussichtlich zum 1. Mai wieder geöffnet werden.

Aachtobel
Aachtobel – Maria im Stein

 

2 Gedanken zu „Aktuelles zu den Tobeln am Bodensee

  • 6. April 2016 um 12:13
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    Der Aachtobel ist schon wieder frei begehbar, sofern man von Süden aus wandert. Also beginnend bei Maria im Stein, über die Brücke über die Aach und dann unten im Tobel bleibend. Auf halbem Weg in den eigentlichen Tobel steht ein beiseite geräumtes Schild, dass dieser Weg für Fußgänger gesperrt sei. Erst am oberen Ende bei dem Auffangbecken für die Aach stehen dann Gitter auf dem Weg, die aber leicht umgangen werden können.

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    • 6. April 2016 um 20:40
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      Danke für den Kommentar. Wir beziehen uns auf die Informationen die wir offiziell von den jeweils zuständigen Gemeinden erst vor kurzem erhalten haben. Es ist sicher nicht im Sinne der Verantwortlichen und auch der eigenen Sicherheit, wenn Sperren umgangen werden – auch wenn es möglich erscheint.

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