Hohenklingen – Vorposten der Schweiz

Hohenklingen
Hohenklingen

Hoch über Stein am Rhein mit einem weiten Blick über den Untersee Richtung Konstanz und Rheinabwärts Richtung Schaffhausen liegt die mittelalterliche Höhenburg Hohenklingen. Sie ist eine der wenigen Höhenburgen im westlichen Bodenseeraum. Wie keine andere Burg im Bodenseeraum hat Hohenklingen ihr mittelalterliches Erscheinungsbild bewahrt.

Um die Jahrtausendwende erlaubte Kaiser Heinrich II. den Benediktinermönchen sich hier niederzulassen. Sie errichteten das Kloster St. Georgen auf der kleinen Insel Werdt.

Die Lehensrechte gehörtem dem Bistum Bamberg welches diese an die Herzöge von Zähringen vergab. Die Zähringer gaben die Vogtei an die thurgauischen Freiherren von Klingen weiter, welche die Burg „Hohenklingen“ nannten.

Die Herren auf Hohenklingen waren als Vögte für die Sicherheit des Klosters St. Georgen und der Stadt Stein am Rhein zuständig. Ebenso wichtig war die Sicherheit des Transit der Kaufleute auf dem Rhein. Durch geschickte Heiratspolitik kamen die Herren von Klingen rasch zu hohem Ansehen.

Auf Initiative der Hohenklinger Vögte entstand die Brücke über den Rhein, welche den Steinern reichlich Zolleinnahmen ermöglichte.

1359 gingen die Eigentumsrechte zur Hälfte an die Österreicher welche hier aber nie eigene Leute einquartierten.

Während des 15 Jahrhunderts kam der rasche Niedergang der Klingenberger. Sie mussten nach und nach ihre Besitztümer verkaufen – zuletzt die Burg Hohenklingen mit dem Städtchen Stein am Rhein. Als 1457 der Konkurs der Klingenberger drohte, kauften die Steiner Bürger selbst die Herrschaftsrechte und die Burg. Die Anlage verlor dadurch an repräsentativer Bedeutung. Hohenklingen diente fortan hauptsächlich als Alarmanlage für Feuersbrünste und als besonders schlimmes Gefängnis. In Krisen- und Kriegszeiten – wie im Schwabenkrieg (1499), im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) und in der Helvetik (1798 – 1803) war die Anlage zudem Alarmzentrale und nördlichste Verteidigungsanlage des Kanton Zürich, zu welchem Stein am Rhein bis 1803 gehörte.

 Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Burg erstmals für die Gastronomie genutzt. Heute befindet sich in der Burg ein Restaurant. Die Anlage ist zu den Öffnungszeiten des Restaurants frei zugänglich.

Internet:

www.burghohenklingen.ch (Restaurant)

Stadt Stein am Rhein