Schloss Arenenberg

Schloss Arenenberg
Schloss Arenenberg

Oberhalb von Ermatingen, mit einem wunderschönen Blick über den Untersee, auf die Höri, die Hegaulandschaft und auf Konstanz liegt das Schloss Arenenberg. Bekannt ist es auch als Napoleon-Schlösschen. Obwohl Napoleon I. selbst nie auf dem Arenenberg war, ist das Schloss doch eng mit ihm verbunden.
Die Ehe Napoleons I. mit Josephine blieb kinderlos was zunehmend zu einem Problem wurde. Seine Frau Josephine hatte bereits zwei Kinder aus erster Ehe. Auf Drängen von Josephine adoptierte Napoleon I. ihre Töchter aus erster Ehe, Eugène und Hortense, und machte Hortense zur Frau seines Lieblingsbruders Lois. Den Kindern aus der Ehe Hortenses mit Lois sollte der französische Thron bestimmt sein – so war es Napoleons Wunsch.
Nach dem Tod Josephines, und der Rückkehr Napoleons I. aus seinem Exil auf Elba, nahm Hortense das Angebot Napoleons I. an und spielte die „First Lady“. Ein verhängnisvoller Fehler. Denn nach dessen endgültiger Niederlage wurde sie aus Frankreich verbannt. Die meisten Mitglieder der Familie Napoleons I. flüchteten nach Italien. Doch Hortense ließ sich in der einst mächtigen Bischofsstadt Konstanz nieder.
Teilweise offen, teils verdeckt erwarb Hortense Grundbesitz im Bodenseegebiet unter anderem das Schloss Arenenberg. Anfangs pendelte sie noch zwischen Konstanz, Augsburg und dem Schloss Arenenberg. Doch schließlich bewohnte sie ständig das Schloss Arenenberg und hielt sich in den Wintermonaten in Rom auf.
Ihr dritter Sohn, Charles Louis Napoléon Bonaparte, Napoleon III. verbrachte einen Großteil seiner Kindheit und Jugend auf Schloss Arenenberg.
Während seiner Regierungszeit erwarb er das Schloss Arenenberg wieder, nachdem es für kurze Zeit nicht im Besitz der Familie war. In seiner Zeit wurde das Schloss wieder so umgebaut, wie er es in Erinnerung hatte. Seine Gemahlin, die schöne Eugènie, besuchte noch einige Male das Schloss Arenenberg bevor sie es 1906 dem Kanton Thurgau vererbte unter der Auflage, das Gebäude als Museum oder Schloss auszubauen.
Heute befindet sich darin das Napoleonmuseum. Der Besucher kann sich im Schloss frei bewegen und die Räume in aller Ruhe betrachten. In jedem Raum gibt es Informationen zur Nutzung und zur Ausstattung. Zweimal jährlich finden wechselnde Sonderausstellungen statt.

Interessante Links:

www.napoleonmuseum.tg.ch