Konschtanz – nicht Konstanz

Konstanz
Konstanz

Selbst die Tatort-Kommissarin musste es lernen – es heißt nämlich Konschtanz und nicht Konstanz. Zumindest spricht man es hier so und einen, „der it vo do kunt“, den erkennt man gleich an der Aussprache der Kreisstadt Konstanz.
Die ersten Spuren einer Besiedelung gehen auf das 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Anfang des 1. Jhdt. errichteten die Römer auf dem heutigen Münsterhügel eine befestigte Anlage. Aus dieser Römischen Siedlung entwickelte sich der Namen Konstanz – ursprünglich „Constantia“. Die Überreste eines spätrömischen Kastells wurden in 2005 auf dem Münsterplatz freigelegt und werden demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Seine größte Zeit hatte Konstanz zwischen 1414 und 1418, als hier das Konzil stattfand. Es war die Zeit der drei Päpste. Die Kirche war in sich zerrissen und dieses Konzil sollte die Gläubigen wieder auf einen Papst vereinigen. Das Konzil endete in der einzigen Papstwahl, die je auf deutschem Boden stattfand.
Das Konzilgebäude, in dem die Papstwahl stattfand, steht heute noch stolz da. Ursprünglich war es ein Warenlager für die Kaufleute und weil es das größte Gebäude am Ort war, wurde es kurzerhand umfunktioniert. Am 11. November 1417 wurde dann hier Martin V. zum Papst gewählt. Oddo Colonna hat ganz einfach den Namen des hlg. Martin, der am 11. November seinen Namenstag hat, gewählt.
Damals, während der Papstwahl, war das Konzilgebäude von drei Seiten von Wasser umgeben. Die Seite, von der das Gebäude von Land zugänglich war, konnte gut abgeriegelt werden.
Unrühmliche war die Verurteilung des tschechischen Reformators Jan Hus als Ketzer während des Konstanzer Konzils. Er wurde verbrannt und heute erinnert noch das Hus-Museum an seine Geschichte.
Zahlreiche Dirnen begleiteten ebenfalls das Konstanzer Konzil – ein Thema, das der Bildhauer Peter Lenk mit seiner Imperia an der Konstanzer Hafeneinfahrt aufgegriffen hat.
Mit etwa 85.000 Einwohner ist Konstanz heute die grösste Stadt am Bodensee. Die Altstadt ist sehr gut erhalten. Während Friedrichshafen und Singen/Htwl. im 2. Weltkrieg heftigst bombardiert wurden, blieb Konstanz praktisch verschont. Vielleicht blieb Konstanz wegen der unmittelbaren Nähe zur Schweiz verschont.
Bedeutende Veranstaltungen sind das Konstanzer Seenachtsfest, Rock am See, der Konstanzer Flohmarkt (einer der größten im südwestdeutschen Raum), das Weinfest, der Weihnachtsmarkt und natürlich Fasnacht.

Interessante Links: www.konstanz.de

Hochpreispolitik in Konstanz

Konstanz
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Achtung: Konstanz hat ein besonderes Preisniveau! Benzin ist an den Tankstellen im Durchschnitt 3 Cent teurer, als in den umliegenden Gemeinden. Backwaren sind ca. 20% teurer als im Umland. Besonders günstig tankte man lange Zeit in der Schweiz. Doch seitdem die Schweiz sich vom Euro-Kurs gelöst hat, ist dies auch vorbei.

Auch in der Gastronomie, speziell Cafes, staunt man nicht schlecht: Drei Euro für einen Cappuccino sind keine Seltenheit. Bestellen Sie ein Glas Wasser (Leitungswasser) zum Kaffee, wird nicht selten sogar dafür noch etwas verlangt.

Ebenso ein Tipp zum Seenachtsfest: Wenn Sie von der schweizer Seite kommen, und auf dieser bleiben, entgehen Ihnen vielleicht zahlreiche Fress- und Saufbuden. Dafür bezahlen Sie aber nicht den  hohen Eintritt. Ein kostenloses Feuerwerk, das den Vergleich mit dem Konstanzer Seenachtsfest nicht scheuen muss, finden Sie übrigens am 1. August in fast allen größeren schweizer Städten (schweizer Nationalfeiertag).