Pressekonferenz zum ersten Around the Bodensee CleanUp

Plastik und Mikroplastik sind derzeit „das“ Thema. In den Weltmeeren gibt es Strudel, in denen sich Unmengen von Plastik sammeln. Zahlreiche Strände am Meer sind vom Plastikmüll verdreckt. Doch Plastik findet sich nicht nur im Meer. Auch der Bodensee leidet unter dem mangelnden Bewusstsein vieler mit dem Umgang von Plastik bzw. Kunststoffmüll.

Am vergangenen Freitag hatte der Verein Ocean-R-evolution zur Pressekonferenz zum ersten „Around the Bodensee CleanUp“ geladen. Rolf Marti, Vizepräsident des Vereins und Noemi Solombrino, Initiatorin und Präsidentin von ocean-R-evoltion.com stellten hier das Projekt „Around the Bodensee CleanUp“ vor. Der Verein ist gemeinnützig, nicht kommerziell sowie politisch und konfessionell neutral und unabhängig und hat seinen Sitz in der Schweiz.

Aufmerksam auf die Problematik wurde die Schauspielerin Noemi Solombrino bei einem Spaziergang an einem Strand in Italien. Wer stellt sich das nicht als idyllisch und naturverbunden vor? Doch Noemi war schockiert vom Müll und Plastik am Strand. „hier muss man doch etwas tun…“, war ihr Gedanke. So entstand das Projekt „PuliAMOlaPuglia“ bei welchem zweimal jährlich über eine Woche die Strände von Apulien gereinigt werden. Diese Idee soll nun auch an den Bodensee getragen werden.

Bei diesen Aktionen geht es vor allem darum, es den Menschen bewusst zu machen, welcher Menge an Müll im Bodensee landet. „Seeputzete“ und ähnliches gibt es schon seit längerem. Doch sind dies oft Einzelaktionen, die wenig von der Presse beachtet werden und deshalb die Botschaft, für einen bewussteren Umgang mit unserer Natur, nicht so stark verbreiten.

Das 1. Around the Bodensee CleanUp findet über einen Zeitraum von insgesamt 34 Tagen statt. Es wird auch von prominenten Teilnehmern unterstützt und wird dadurch sicher mehr Beachtung in der Öffentlichkeit finden. Der Herbst eignet sich für ein solches CleanUp besonders. Hier ist das Wetter oft ruhiger und der Pegel des Bodensees ist schon deutlich gesunken. Übrig bleibt an den Ufern oft der Müll, der im Laufe des Sommers im See gelandet ist.

Das Projekt braucht Unterstützung

Obwohl sich viele Menschen für Umweltthemen interessieren, ist ein solches Projekt kein Selbstläufer. Interessant ist, dass die Reaktionen auf deutscher Seite des Bodensees eher verhalten sind. Ob es alleine an den Institution liegt, ist schwer zu sagen. Jedenfalls unterstützen Gemeinden in der Schweiz und Österreich dieses Projekt offensichtlich stärker. Der Vorstand ist trotzdem guter Dinge, dass auch hier noch die Unterstützung folgen wird.

Wer selbst das Projekt unterstützen möchte kann dies tun durch aktive Teilnahme an einem oder mehreren CleanUp-Terminen, Mitgliedschaft im Verein (es gibt keinen festgesetzten Mitgliedsbeitrag), Sponsorin, Talente, die das Projekt unterstützen.

Die Termine für das 1. Around the Bodensee CleanUp stehen – die Uhrzeiten und der genaue Treffpunkt werden etwa eine Woche vor dem eigentlichen Termin bekannt gegeben. Alle Termine finden sich hier: www.aroundthebodenseecleanup.com/home/terminkalender/

Noemi Solombrino und Rolf Marti zeigen was im Bodensee so landet
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