Hödinger Weideschafe

Was ist eigentlich ursprüngliche Natur? Natur, die Anlass gibt, sie zu pflegen und unter besonderen Schutz zu stellen? Die Frage scheint sehr einfach. Doch betrachtet man diese Frage näher, wird verständlich, dass die Antwort nicht ganz einfach ist…

Vor etwa 12.000 Jahren begannen die Menschen damit, Pflanzen anzubauen. Damit einher ging später auch die Rodung von Flächen dadurch, dass diese gezielt gerodet und abgebrannt wurden. Wälder wurden abgeholzt, um Flächen für die Viehwirtschaft zu schaffen, die etwa im 14. Jhd. ihre Anfänge am Bodensee hatte.

Unabhängig davon wie und wann die Viehwirtschaft am Bodensee begann: Diese veränderte die Landschaft massiv. Wälder wurden abgeholzt und durch die Beweidung durch Schafe, Kühe, Ziegen konnte nichts mehr nachwachsen. Besonders ausgeprägt ist die Veränderung dieser Landschaft auf der schwäbischen Alb.

Dafür fanden neue Pflanzen einen Lebensraum: Orchideen, wie Knabenkraut, sibirische Schwertlilie, u.a. Aus diesem Grund muss man auch kritisch die Frage stellen: Welche Natur möchten wir beim Naturschutz erhalten? Ist es die Natur, bevor der Mensch eingegriffen hat oder danach? Und wenn danach, wann danach?

Nicht nur auf der schwäbischen Alb, auch am Bodensee gibt es verschiedene Projekte, bei denen Weideschafe die Vegetation zurückhalten. Dadurch gedeihen niedrig wachsende Pflanzen. Ein Projekt unterstützt die Landschaft unterhalb von Überlingen-Hödingen.

Hier sorgen Weideschafe dafür, dass das Gras kurz bleibt und keine neuen Sträucher oder Bäume wachsen.

 

Schottische Hochlandrinder am Altenrhein

Im Naturschutzgebiet Altenrhein sind es schottische Hochlandrinder, die die Natur pflegen. Auch wenn diese Tiere „putzig“ aussehen: Der Zaun um das Weidegebiet schützt auch die Besucher.

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